Rückfall bei der Vergabe? - SOFA
mit Lioba Runte und Daniel Zeiss
Rückfall bei der Vergabe?
Kommunen müssen unterstützt werden, dass es dazu nicht kommt
Die ambulante Suchthilfe ist seit vielen Jahren an vielen Standorten in Deutschland unterfinanziert. Die Finanzierung dieser „freiwilligen“ Leistungen der Kommunen wird sehr unterschiedlich gehandhabt und steht immer wieder auf wackeligen Füßen (siehe hierzu diverse DHS-Positionspapiere) Hinzu kommen seit einigen Jahren aufwendige, wettbewerbsorientierte Vergabeverfahren, teilweise europaweit. In einem Feld, wo es faktisch keinen Wettbewerb gibt.
Bund und Länder heben ratlos die Hände und zeigen sich wenig hilfreich bei den teilweise EU-weiten Regelungen und verweisen auf die Kommunen. Die Kommunen wollen sich, angesichts der Übernahme von zahlreichen Aufgaben, auch nicht mehr reinreden lassen. Sie sind aber häufig überfordert. Gerade was die Vergabe im Suchthilfebereich - und anderen Bereichen, die nicht auf ein sozialhilferechtliches Dreieck bauen können oder wollen – anbelangt, müssen Kommunen aktiv unterstützt werden, um geeignetere Wege mit den Leistungserbringern vor Ort zu finden. Auf Augenhöhe, fachlich sinnvoll, vertraglich verlässlich.
Diesem Themenfeld wollen wir in der Sitzung der DG SAS nachgehen. Beispiele aus der Praxis sind herzlich willkommen.
Inputgeber: Daniel Zeis, M.A. Sozialmanagement, Leiter der Suchtberatung des AWO Bezirksverbandes Potsdam e.V.
Anmeldungen bitte per Mail an die Geschäftsstelle senden - heinemann.claudia@skfm-duesseldorf.de.